Beratung und Test zur Personenführungsanlage

Dolmetschen ist nicht gleich Dolmetschen

Redakteur: K.-A. Zeller                        Führungsanlagen

Dolmetschen ist eine hohe Kunst und erfordert in der Regel ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule. In der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder bei Gericht hängt nicht selten viel von einer korrekten Übersetzung ab. Wann und wo in diesem Zusammenhang der Einsatz einer Führungsanlage sinnvoll ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Dolmetschen ist - laut Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. - die mündliche Übertragung eines gesprochenen oder schriftlich fixierten Textes. Es wird zwischen Konferenz- und Gerichtsdolmetschen unterschieden. Für zweiteres wird der Übersetzer vereidigt und/oder öffentlich bestellt. Vielen dürfte gar nicht bewußt sein, wie unterschiedlich der Einsatzbereich ist und wie viele Techniken ein ausgebildeter Dolmetscher beherrscht.

Ein Dolmetscher beherrschen ein oder mehrere Sprachen selbstredend fließend. In der Regel sind sie auf ein Fachgebiet spezialisiert, da der Fachterminus eine entscheidende Rolle spielt. Steht eine Übersetzung an, ist  ein dediziertes Briefing erforderlich, so dass sich der Dolmetscher im Vorfeld auf die Inhalte vorbereiten kann.

Am bekanntesten sind foldende Varianten:

Simultandolmetschen

Am bekanntesten dürfte das Simultandolmetschen sein. Mit Hilfer einer Dolmetscheranlage wird direkt während der Rede übersetzt. Besonders bei Veranstaltungen mit einem großen Personenkreis, wie bei Tagungen, Konferenzen, Events oder Symposien, kommt diese Technik zum Einsatz.

Flüsterdolmetschen

Sind nur ein bis zwei Personen an dem Gespräch beteiligt, wird beim Flüsterdolmetschen die Übersetzung (meist ohne den Einsatz von Technik) direkt persönlich "zugeflüstert". Ist die Gruppe in Bewegung, beispielsweise bei Führungen in der Produktion, Besichtigungen oder Audits, kommt eine Führungsanlage zum Einsatz. Hier muss sich der Dolmetscher nicht in direkter Nähe befinden, sondern kann sich auch etwas abseits positionieren.

Verhandlungsdolmetschen

Bei Geschäftsverhandlungen, Besichtigungen oder vor Gericht spricht man vom Verhandlungsdolmetschen, wenn der Übersetzer den Dialog zwischen zwei oder mehr Gesprächspartnern in einzelnen Sätzen oder kurze Abschnitte übersetzt. Auch hier kann es sinnvoll sein, wenn eine Führungsanlage zum Einsatz kommt.

Ob und in welchem Umfang der Einsatz einer Führungsanlage sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Gruppe mobil sein muss und wie sich die Gruppengröße darstellt. Auch laute Hintergrundgeräusche können Grund für den Einsatz einer Führungsanlage sein. Eine Anlage mit Rückfragefunktion sorgt für besonderen Komfort, falls Inhalte nicht richtig Verstanden werden oder ein Sachverhalt geklärt werden muss. Insgesamt darf es natürlich nicht zu Störungen durch gleichzeitiges Sprechen von mehreren Dolmetschern und Rednern kommen. In diesem Fall sind Dolmetscherkabinen sicherlich die bessere Wahl.

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