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Unterwasserklänge in der Physiotherapie

Redakteur: K.-A. Zeller           

Dass beruhigende Töne entspannen, ist nicht neu. Das funktioniert - mit entsprechender Technik - auch unter Wasser. In der Physiotherapie kann die entspannende oder mobilisierende Wirkung zur Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden und zur Rehabilitation und/oder zur Regeneration genutzt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt schon lange Alarm: Stress und seine Auswirkungen auf die Gesundheit wurden zu einer der größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit erklärt. Google zeigt über 4 Mio. Treffer zum Suchbegriff "Rückenschmerzen" an. Physiotherapeuten können ein Lied von den Stammgästen in den Praxen singen. Nicht nur die falsche Körperhaltung und zu wenig Bewegung sind Schuld an der Misere. Stress, Leistungsdruck und negative Gedanken lösen körperliche Verspannungen bis hin zu Blockaden und chronischen Erkrankungen aus.

Die Hydrotherapie ist eine Behandlungsmethode, um auf sanfte Art und Weise den Beschwerden zu begegnen. Immer mehr Ärzte und Therapeuten setzen nun auf die Kombination aus Klang- und Hydrotherapie, um Verspannungen und Blockaden zu lösen. Mit Unterwasserlautsprecher ausgestattete Becken und Pools ermöglichen diese neue Art der Anwendung. Bei Wasser-Shiatsu, Healing-Dance und in der Hydrotherapiekommt kommen Musik und Klänge unter Wasser schon länger zum Einsatz.

Heilende Klänge

Wenn Körper und Geist durch Wasser und Musik entspannen, werden die natürlichen Selbstheilungskräfte mobilisiert. Wie funktioniert das? Durch das Element Wasser werden die Klänge nicht nur über das Gehör anhand von Schallwellen wahrgenommen. Die Wirkung beim Auftreffen auf Gewebe und Muskeln ist eine komplett andere als beim Hören. Hier werden Schallwellen im Ohr in Nervenimpulse umgewandelt und zunächst an unser Gehirn übermittelt. Treffen die Schallwellen jedoch auf den Körper, pflanzen sie sich infolge seines hohen Eigenwassergehalts fort und lassen das Körpergewebe selbst schwingen. Diese wirken direkt auf verspannte und blockierte Zonen und stimulieren sie. Der Patient  wird so zum Empfänger und Resonanzkörper.

Klangtherapie in der Medizin

Die jeweils eingesätzen Töne und Klänge haben verschiedene Wirkungen. Naturgeräusche, Monochorde, Klangschalen oder tiefe Töne lösen Vibrationen aus, die sich auf das Wasser übertragen. Der Körper des Patienten schwingt automatisch mit. Das ist besonders für Menschen mit Verspannungen an der Wirbelsäule eine interessante Therapieform. Die tiefen Töne beeinflussen auch über das Gehör besonders gut die Entspannungsfähigkeit. Selbst die Schulmedizin hat bereits bestätigt, dass Blockaden durch eine Klangtherapie gelöst werden können.

Bedenkt man, dass selbst Kinder im Mutterleib im Alter zwischen vier und fünf Monaten bereits sehr unterschiedlich auf Musik reagieren, ist es kein Wunder, dass Klänge auch bei Erwachsenen eine umfangreiche Reaktion auslösen. Bei Versuchen mit Vivaldi beruhigten sich sogar sehr unruhige Babys - Beethoven hingegen ließ selbst die ruhigsten strampeln. Selbst die Mondscheinsonate dürfte also zu Entspannungszwecken in der Physiotherapie nicht zum Einsatz kommen....

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