Warum dauerte der Pyramidenbau so lange?

Redakteur: Anna Kollmer                        Wissenswertes aus der Branche, Personenführungsanlagen

So eine kleine Pyramide, die hat Arbeit gekostet, es war eine Lebensaufgabe. Unter der Regentschaft von Pharaonin Hatschetsut stand der Baumeister Senenmut unter Druck.

Es galt nicht nur das obligatorische Grab für die Pharaonin zu bauen, er hatte neben seinen Pflichten als Oberarchitekt, weitere Aufgaben zu bewältigen. Er war Baumeister, der oberste Vermögensverwalter und durfte die Verantwortung für die Erziehung von Hatschetsuts Tochter Neferu-Re tragen. Lauter Kleinigkeiten, die er nebenbei erledigte. Morgens gleich nachdem Aufstehen setzte er sein Headset auf und schon war er mit allen wichtigen Stellen verbunden, die Lehrer von Neferu-Re, die Steuereintreiber, die Bauvorarbeiter. Seine Anweisungen wurden sofort gehört und in der Tat umgesetzt. Moment, da stimmt jetzt etwas nicht, ach ja, es gab keine Headsets, also keine Tonausrüstung, keine drahtlosen Empfänger und Sender, keinen Knopf in Ohr, kein ...

Die Stimmbänder mussten einiges mitmachen. Je höher der Bau wurde, um so mehr musste Senenmut schreien, damit alle Arbeiter die gleichen Anweisungen mitbekamen. Jetzt wird klar, wie es kam, dass die Pyramiden so lange gebraucht haben, um fertig zu werden.

Die Gegenwart von Personenführungsanlagen

In unserer Zeit ist so ein Gerät schon fast ein Muss, der Weddigingplaner organisiert die Lieferanten, die Musiker und das Servierpersonal dadurch, dass alle ein Knöpfchen im Ohr tragen und seine Anweisungen befolgen. Der Eventmanager hält den Kontakt zu den Roadies, während er sich selbst hinter der Bühne befindet und die Kulissen begutachtet. Der Baumeister gibt seinen Assistenten, der am anderen Ende der Baustelle steht, neue Anweisungen.

Dieses Werkzeug wird in der Event-, Reise- und Musikbranche gleichermaßen verwendet, auch beim Film ist der unsichtbare Knopf im Ohr der Schauspieler bedeutsam geworden. Der Regisseur verwendet diese Ausrüstung insbesondere am Set, mittels Knopf imOhr des Schauspielers, kann er die Regieanweisungen durchgeben, ohne seine Darsteller anschreien zu müssen. Das System kann auch gezielt verwendet werden, um einem Schauspieler in eine andere Gefühlslage zu versetzen, je nach gewünschter Stimmung kann die entsprechende Melodie, die im Ohr des Schauspielers gespielt wird, zu Melancholie, Euphorie oder Wut führen. Diese Geräte erleichtern grob gesagt, die Kommunikation zwischen Planer und Ausführende. Massenszenen lassen sich steuern und eine ganze Masse von Gästen bekommen zur gleichen Zeit den gleichen Text - dabei kann der Eventmanager auch flüstern.

Hätte der arme Senenmut doch nur so eine Hilfe gehabt, dann hätte er mehr Freizeit für sich bekommen, womöglich hätte er Hatschetsut zu ihrer Expedition nach Punkt begleiten können, anstatt zwei lange Jahre auf ihre Rückkehr zu warten. Vielleicht wären die Beiden nicht so dramatisch aus der Geschichte verschwunden und vor allem hätte er seine Stimmbänder geschont, hätte er doch die Arbeiter nicht anbrüllen müssen.

Mit einem Tour Guide System kann der Eventveranstalter oder der Reiseführer auch flüstern. Keine Sorge, viel kostet so ein Tour Guide System nicht, denn bei uns kann man sich die Anlage auch einfach deutschlandweit mieten.

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Pyramide